LovegraSeit 1998 ist Viagra aus dem Potenzmittelmarkt nicht mehr wegzudenken. Die Einführung dieses Präparats stellte die Arzneimittelbranche völlig auf den Kopf, bereits nach wenigen Wochen gingen zahlreiche Schachteln dieses Medikaments über die Ladentheke. Es war nur eine Frage der Zeit, bis das Präparat der Firma Pfizer Kult- und Blockbusterstatus erreichte. Von daher ist es nicht verwunderlich, dass auch die Damenwelt seitdem hofft, dass es auch bald ein „Viagra für die Frau“ gibt. Zwar wartet man gespannt auf Lybrido, welches allerdings noch in der Testphase ist und wohl vor 2016 nicht auf den Markt kommen wird. Allerdings gibt es auch Lovegra. Dieses Präparat versucht, sich die Eigenschaften von Sildenafil zunutze zu machen, welches bereits im männlichen Viagra zum Einsatz kommt.

Was ist Lovegra?

Lovegra ist ein Medikament, das Frauen helfen soll, sexuelle Funktionsstörungen wie zum Beispiel Unlust oder Orgasmusprobleme zu bekämpfen. Als Wirkstoff ist Sildenafil enthalten. Sildenafil ist auch Bestandteil der männlichen Variante von Viagra, welches Männern dabei hilft, wieder eine Erektion zu bekommen.

Dies wird erreicht, indem durch die Einnahme ein biochemischer Vorgang in Kraft gesetzt wird, der zu einem vermehrten Blutfluss zum Penis und zur Entspannung bestimmter Muskeln führt. Lovegra setzt auch auf den durchblutungsfördernden Effekt von Sildenafil. Dadurch sollen Frauen wieder mehr Lust auf Sex sowie ihre Orgasmusprobleme in den Griff bekommen.

Sexuelle Funktionsstörungen der Frau

Auch Frauen können unter sexuellen Funktionsstörungen leiden, jedoch äußern sich diese anders als bei Männern. Während bei Männern häufig die Erektionsstörung, auch Erektile Dysfunktion genannt, im Vordergrund steht, können Frauen etwa unter chronischer Lustlosigkeit leiden. Ein unbehagliches Gefühl oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr können ebenso ein Teil dieser Funktionsstörungen sein wie die fehlende Fähigkeit, einen Orgasmus zu bekommen. Die Grunde für diese Beschwerdebilder sind verschieden. Einerseits können hormonelle Störungen eine mögliche Ursache sein. Hierbei macht es dann Sinn, einen Facharzt aufzusuchen, der den Hormonspiegel genauer unter die Lupe nimmt. Psychische Gründe können ebenfalls Auslöser für sexuelle Funktionsstörungen bei Frauen sein. Beziehungsprobleme oder traumatische Ereignisse aus der Vergangenheit können Blockaden verursachen.

Alternative Behandlungsmethoden

Wenn Medikamente nicht helfen und die Gründe eher im psychischen Bereich zu suchen sind, kann eine Gesprächstherapie bei einem Psychologen oder einer Psychologin Sinn machen.In diesen Gesprächen, die auch gemeinsam mit dem Partner stattfinden können, werden mögliche Traumata oder Blockaden aufgespürt und beseitigt. Für Frauen gilt aber die gleiche Maßgabe wie für Männer: Besteht der Verdacht auf eine sexuelle Funktionsstörung oder hält diese länger an, sollte unbedingt ein guter Arzt aufgesucht werden. Denn nur er kann über den geeigneten Behandlungsweg entscheiden, andere Erkrankungen ausschließen oder Medikamente verordnen. Auch kann ein offenes Gespräch mit dem Partner schon ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung sein. Vielleicht gibt der Partner ja auch den entscheidenden Impuls für einen Arztbesuch.