Viagra als Ur-Potenzpille

Als vor vielen Jahren Viagra auf den Markt kam, wurde diese Wunderpille von Medien und Ärzten gleichermaßen gefeiert und gelobt. Endlich war es möglich, die erektile Dysfunktion medikamentös zu bekämpfen und auf die oftmals risikobehafteten Operationen in diesem Bereich zu verzichten. Doch bereits nach kurzer Zeit wurde bekannt, dass die Nebenwirkungen von Viagra nicht zu verachten waren und besonders bei Menschen mit Herzschwäche sogar zum Tode führen können.

Zwar tat dies der Beliebtheit der Pille bei den Männern kaum einen Abbruch, doch die positive Konnotation in den Medien verschwand beinahe vollkommen. Doch Viagra war vor allem der Vorreiter einer gänzlich neuen Art von Medikamenten, welche sich gezielt um die Bekämpfung der erektilen Dysfunktion kümmern.

Der Mann im Fokus

Erst mit der Markteinführung von Viagra wurde die Krankheit der erektilen Dysfunktion aus ihrem Schattendasein geholt und der breiten Öffentlichkeit präsentiert. Eine Erkrankung, die bisher aus Scham eher totgeschwiegen wurde, stand plötzlich im Fokus der Öffentlichkeit. Dem entsprechend hoch war die Nachfrage nach Viagra. Die ersten Verkaufszahlen waren dabei so überzeugend, dass sich viele Medikamentenhersteller dieser Erkrankung widmeten und mit immer neuen Rezepturen versuchten dieser Krankheit Herr zu werden. Es wurden die unterschiedlichsten Medikamente entwickelt, die den betroffenen Männern und Frauen endlich wieder ein erfülltes Sexualleben bieten sollten. Dabei lag der Fokus der Hersteller sowohl auf einer effektiven Bekämpfung der erektilen Probleme, als auch in einer Minimierung der Nebenwirkungen.

Weniger Nebenwirkungen

Im Gegensatz zur ersten Viagra Potenzpille bieten moderne Medikamente deutlich geringere Risiken und Nebenwirkungen. Dies hat zum einen zur Folge, dass immer mehr Männer bei erektiler Dysfunktion den Gang zum Arzt antreten und sich Medikamente verschreiben lassen, sorgt zum anderen aber auch für einen immer sorgloseren Umgang mit diesen Medikamenten. Zwar sind die Nebenwirkungen gering, doch sorgen diese immer noch für spürbare Folgen der medikamentös erzwungenen Erektionen. Die wohl häufigsten Nebenwirkungen in diesem Bereich sind Kopfschmerzen und ein trockenes Gefühl im Nebenhöhlen- und Rachenraum.

Perfekt zu dosieren, einfach zu steuern

Eine weitere Neuerung durch die neuen Potenzmittel stellt ihre bessere Akzeptanz durch den Körper dar. Während die ursprüngliche Viagrapille wie ein Bulldozer wirkte und eine lang anhaltende Erektion praktisch erzwang, sind die neuen Mittel hierbei deutlich dezenter. Levitra zum Beispiel sorgt nicht kurz nach der Einnahme für eine sofortige Erektion, sondern bedarf auch der Stimulierung des Penis für einen vollen Erfolg. Somit ist der Einsatz dieser modernen Potenzmittel nicht nur deutlich unauffälliger, auch die oftmals lang anhaltenden, ungewollten Erektionen gehören der Vergangenheit an. Somit kann der Mann, falls dies gewünscht ist, auch heimlich ein solches Potenzmittel zu sich nehmen und eine vollkommen natürlich erscheinende Erektion erreichen, welche von der Partnerin nicht als medikamentös indiziert erkannt wird. Dies ist vor allem für jene Männer besonders wichtig, welche die Erkrankung vor der Partnerin geheim halten wollen, oftmals aus Scham.

Eine Frage des Preises

Doch auch die bekannten und beliebten Potenzmittel haben zur Zeit mit einem echten Problem zu kämpfen. Diverse Generika der bekannten Potenzmittel strömen auf den Markt und lassen die Preise purzeln. Die in früherer Zeit oftmals teure Erektion wird immer günstiger zu haben und bringt die ursprünglichen Hersteller in Zugzwang. In der nächsten Zeit ist also in vielen Bereichen eine spürbare Korrektur des Preises nach Unten zu erwarten, da gerade in diesem Segment groß angelegte Marketingmaßnahmen eher kontraproduktiv wären.