Wenn es um das Thema Erektionsstörungen geht, führt auch heute noch kaum ein Weg am Blockbuster-Medikament Viagra vorbei. Wann immer man über Möglichkeiten spricht, wie man die Erektile Dysfunktion beim Mann behandelt, kommen die kleinen blauen Rauten von der Firma Pfizer ins Spiel – obwohl es mittlerweile zahlreiche Medikamente gibt, die ebenfalls gegen dieses Problem effektiv wirken.

So ist es nicht verwunderlich, dass die Frauenwelt auch schon seit längere Zeit auf ihr Viagra wartet. Ein vergleichbares Mittel, das einen ähnlich durchschlagenden Erfolg wie Viagra vorweisen kann, ist allerdings auch bis heute noch nicht auf dem Markt.

Sexuelle Funktionsstörungen der Frau

Nicht nur Männer können an sexuellen Funktionsstörungen leiden, sondern auch Frauen sind sehr häufig davon betroffen. Logischerweise äußern sie sich bei ihnen anders. So können Frauen zum Beispiel unter chronischer Unlust leiden. Möglich sind auch Orgasmusschwierigkeiten sowie ein unbehagliches Gefühl beim Geschlechtsverkehr. Sogar Schmerzen können auftreten. Auch kann es passieren, dass die Vagina trotz Stimulation nicht feucht genug wird. Diese Beschwerdebilder machen den Sex mit dem Partner nahezu unmöglich. Die Gründe sind verschiedener Natur. So können etwa Hormonstörungen vorliegen. In vielen Fällen sind es aber einfach psychische Gründe, die diese Probleme hervorrufen. Für die Frauen ist guter Rat teuer, denn – wie bereits erwähnt – gibt es für sie nicht DIE Pille, die gegen diese Probleme wirken kann. Aber es gibt einige Präparate, die zumindest ein wenig Abhilfe schaffen können.

Lovegra

In Lovegra ist Sildenafil enthalten. Vor allem die Männerwelt darf sich schon seit mehr als eineinhalb Jahrzehnten über die Wirkung von Sildenafil freuen. Denn es ist der Stoff, der Viagra zu dem gemacht hat, was es ist. Sildenafil zählt zu den PDE-5-Hememern, die – vereinfacht ausgedrückt – die Durchblutung im Penis anregen sollen. Diesen biochemischen Vorgang möchte Lovegra bei Frauen ebenfalls nutzen. Durch die Einnahme soll es zu einer vermehrten Durchblutung der Geschlechtsorgane kommen. Die Lust soll dadurch steigen und auch Orgasmusprobleme sollen so beseitigt werden.

Lybrido

Das zweite Mittel – Lybrido – ist noch gar nicht auf dem Markt, sorgt aber bereits jetzt für viel Gesprächsstoff. Anders als Lovegra, wirkt es nicht in den weiblichen Geschlechtsorganen, sondern im Gehirn. Nimmt man Lybrido ein, soll das Glückshormon Dopamin verstärkt ausgeschüttet werden. Blockaden oder Verkrampfungen sollen so gelöst werden, was auch eine Luststeigerung zur Folge haben soll. Allerdings muss eine generelle Lust auf den Partner vorhanden sein, da das Medikament sonst keinerlei Wirkung zeigt. Das Präparat wurde vom Niederländer Adriaan Tuiten entwickelt. Es befindet sich noch in der Testphase, mit einer Markteinführung sei vor 2016 nicht zu rechnen.

Gang zum Arzt ist auch für Frauen Pflicht

Was für Männer gilt, trifft auch auf Frauen zu: Sollten die Beschwerden stark und vor allem über einen längeren Zeitraum präsent sein, müssen die Betroffenen einen Arzt aufsuchen. In einem oder mehreren Gesprächen können so die möglichen Gründe ausfindig gemacht und anschließend gezielt therapiert werden.